Welche Stoffe
machen uns glücklich?

Neurotransmitter, Botenstoffe und Glücksboten

Welche Stoffe im Gehirn haben welche Wirkung? Wie kannst du einen Mangel beseitigen? Was passiert bei einer Überdosis? Wir verraten dir dies und vieles mehr in unseren ausführlichen Artikeln zu Neutransmittern und Botenstoffen

Neurotransmitter Lektion 1

Neurotransmitter Lektion 2

Glücksstoffe - Lektion 3

Was sind Neurotransmitter?

Der menschliche Körper nutzt chemische Botenstoffe in Form von Neurotransmittern, um Signale zwischen und innerhalb unseres Nervensystems weiterzugeben. Verschiedene Neurotransmitter springen auf kontrollierte Weise über den Synapsenraum zwischen unseren Nerven und anderen Zellen (Muskeln, Sinnesorgane, Drüsen...).

Das Konzert von Herstellung, Transport, Freisetzung, Bindung, Abbau und Wiederaufnahme verschiedener Neurotransmitter steuert alles von unserer Atmung und Herzfrequenz, Appetit und Verdauung, allen freiwilligen und unfreiwilligen Bewegungen, unseren Reflexen und allen fünf Sinnen.

Neurotransmitter-Signalisierung ist im Grunde genommen für jeden Winkel unserer Persönlichkeit verantwortlich: Denkmuster, Stimmungen, Emotionen, Wünsche und die Klarheit (oder Verzerrung) der Wahrnehmungen. Neurotransmitter liegen auch der Speicherung und Erinnerung all unserer Erinnerungen, unserer Träume zugrunde und ermöglichen es uns sogar, unsere Vorstellungen wahrzunehmen und aufzuzeichnen.

Jeden Tag booten wir eine menschliche Persönlichkeit innerhalb der Grenzen eines fantastischen menschlichen Körpers. Unsere Stimmungen, unsere Persönlichkeit, unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein werden alle durch die Produktion, den Durchgang und die Bindung von schwankenden Niveaus einer Vielzahl von Neurotransmittern vermittelt.

Diese winzigen Moleküle werden von Genen, Enzymen, Hormonen, Makro-Nährstoffen (Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate), Vitaminen, Mineralien und den vielfältigen Wechselwirkungen des Körpers mit unserer physikalischen und chemischen Umwelt gebildet und verwaltet. Kein Teil des Lebens, wie wir es kennen, da Tiere ohne sie möglich wären.

Wir können eine tiefe Kontrolle über unsere psychisch-emotionalen Zustände ausüben, indem wir unsere Neurotransmitter modulieren. Im Guten wie im Schlechten sind wir bereits auf dem besten Weg, dies zu tun.

Es gibt mindestens 50  Neurotransmitter, und wir entdecken immer noch mehr davon. Hier sind die primären Neurotransmitter:

Monoamine

  • Dopamin
  • Norepinephrin
  • Adrenalin
  • Serotonin
  • Melatonin
  • Histamin


Aminosäuren

  • L-Theanin
  • γ-Aminobuttersäure (GABA)
  • Glutamat
  • Aspartat
  • Glycin
  • D-Serin


Andere Neurotransmitter

  • Acetylcholin
  • Adenosin
  • Endorphine
  • Anandamid
  • Stickoxid


Hier ist ein Beispiel aus dem wirklichen Leben:

Koffein ist ein konkurrenzfähiger Inhibitor des hemmenden Neurotransmitters Adenosin. Wenn das von uns aufgenommene Koffein die Blut-Hirn-Schranke durchquert, konkurriert es mit Adenosin um Stellen in den postsynaptischen Adenosin-Rezeptoren. Wenn Koffein die begrenzten Adenosinrezeptoren besetzt, blockiert es die normalen hemmenden Wirkungen von Adenosin, was zu einer stärkeren Stimulation des zentralen Nervensystems führt. Erst dann erleben wir die potenziell starken stimulierenden Wirkungen von Koffein auf diesen einzelnen Neurotransmitter.

Der Einsatz von Antidepressiva und anderen psychotropen Medikamenten (die Neurotransmitter beeinflussen) ist in den letzten zehn Jahren in die Höhe geschnellt. In einer Studie untersuchten die U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) 2005 bei Arzt- und Krankenhausbesuchen 2,4 Milliarden verschriebene Medikamente. Davon entfielen 118 Millionen auf Antidepressiva, die meisten von allen Arzneimittelkategorien. Blutdruckmittel waren mit 113 Millionen Verschreibungen die zweithäufigsten.

Die 3 wichtigsten Systeme im Zusammenhang mit den Neurotransmittern sind:

  • Cholinerge System (Acetylcholin)
  • Serotonerge System (Serotonin)
  • Dopaminerge System (Dopamin)